Gros plan PAMREX, solution voirie - Saint-Gobain PAM

145 Jahre Partnerschaft

17/02/2015

Partnerschaftliche Geschäftsbeziehungen zwischen der Stadt Karlsruhe und dem Gussrohrhersteller Saint-Gobain PAM Deutschland GmbH reichen nachweislich zurück bis ins Jahr 1870. Zu dieser Zeit erfolgte der Aufbau des Karlsruher Rohrnetzes für die Wasserversorgung. Die erste Zubringerleitung mit Rohren aus Grauguss von Pont á Mousson speiste dieses Netz mit Wasser vom Wasserwerk "Rüppurrer Wald" - dem späteren Wasserwerk "Durlacher Wald".

Bald schon reichten die Wassermengen für die schnell wachsende Stadt nicht aus. Zwei weitere Zubringerleitungen aus Gussrohren der Nennweiten DN 400 und DN 500 wurden gebaut und in Betrieb genommen. Das Rohrnetz zur Wasserversorgung der Stadt Karlsruhe wuchs bis 1900 auf beachtliche 91 km Länge.

Bahnhof Karlsruhe
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Hauptbahnhof Karlsruhe


Im Jahr 1913 erfolgte der Bau des Hauptbahnhofs Karlsruhe. Durch diese Verbesserung der Infrastruktur nahm die Bevölkerung weiter zu - eine vierte Zubringerleitung der Nennweite DN 500 musste gebaut werden. Selbst die zwei Weltkriege und das starke Bombardement auf die Stadt Karlsruhe zwischen 1941 und 1944 überstand diese Leitung. Sie blieb bis zum Jahr 2014 in Betrieb. Untersuchungen zeigten, dass der Zustand der Leitung bezüglich Betrieb und Statik erstaunlich gut ist.
Trotzdem -nach fast 100 Jahren Betriebszeit - entschlossen sich die Stadtwerke Karlsruhe diese Leitung aus Sicherheitsgründen im Bahnhofsvorbereich mit einem Inliner zu versehen.

Halberg Muffe
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Bild 1: Rohrmuffe mit Aufschrift „HALBERG“


Bei der dafür notwendigen „Freilegung“ der Gussleitung konnte ein Muffenstück mit der Aufschrift „HALBERG“ gewonnen werden (siehe Bild 1). Es wurde als Zeichen der Verbundenheit und zur Erinnerung an einer langen partnerschaftlichen Zusammenarbeit dem Hersteller übergeben - der ehemaligen Halbergerhütte, der heutigen Saint-Gobain PAM Deutschland GmbH in Saarbrücken.

Noch heute werden Gussrohre – jetzt aber solche aus duktilem Gusseisen - für die Wasserversorgung der Stadt Karlsruhe eingesetzt. Ihr gesamtes Leitungsnetz zur Wasserversorgung misst nunmehr fast 900 km. Es besteht zu 85% aus gusseisernen Rohren.

Literatur: Prof. Dr. Dietrich Maier: CHRONIK der Wasserversorgung von Durlach und Karlsruhe, überarbeitet und aktualisiert im Jahre 2011 von Prof. Dr. Matthias Maier, Dr. Bernd Hofmann und Ulrike Erdrich.
Herausgeber: Stadtwerke Karlsruhe

 

 

Diashow

Bild 1: Rohrmuffe mit Aufschrift „HALBERG“
Bild 1: Rohrmuffe mit Aufschrift „HALBERG“
Hauptbahnhof Karlsruhe
Hauptbahnhof Karlsruhe

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