Druckklassen und Bauteilbetriebsdrücke

Wasser

DN 80 - DN 2000
Auszug aus DIN EN 545 Tabelle 17 - Maße von Rohren

Definitionen nach DIN EN 805:
PFA:
Zulässiger Bauteilbetriebsdruck
PMA = 1,2 x PFA: Höchster zulässiger Bauteilbetriebsdruck.
PEA = 1,2 x PFA +5: Zulässiger Bauteilprüfdruck auf der Baustelle.
MDP: (Maximum Design Pressure) = Höchster Systembetriebsdruck
Höchster vom Betreiber festgelegter Betriebsdruck des Systems oder einer Druckzone unter Berücksichtigung zukünftiger Entwicklungen und von Druckstößen
STP: (System Test Pressure) = Systemprüfdruck
Hydrostatischer Druck, der für die Prüfung der Unversehrtheit und Dichtheit einer neu verlegten Rohrleitung angewandt wird.
OP: (Operating Pressure)  = Betriebsdruck
Innendruck, der zu einem bestimmten Zeitpunkt an einer bestimmten Stelle im Wasserversorgungssystem auftritt.
Nach DIN  EN 805 ist festgelegt, dass für alle Bauteile einer Wasserleitung gilt:
PFA ≥ OP
PMA ≥ MDP
PEA ≥ STP

Überdeckungshöhen von Rohren für die bevorzugten Druckklassen siehe DIN EN 545, Anhang F.

Drucktabelle
Caption: 

DN 80 - 300
Rohre mit TYTON-Verbindung nach DIN 28603
*) ggf. abweichender PFA in Verbindung mit anderen Druckklassen

Drucktabelle
Caption: 

DN 80 - 2000
Rohre mit STANDARD-Verbindung nach DIN 28603
*) ggf. abweichender PFA in Verbindung mit anderen Druckklassen
**) PAMLOCK-Verbindung

Drucktabelle
Caption: 

DIN EN 545
Mit Einführung der DIN EN 545: 2011 werden Gussrohre generell in Druckklassen statt K-Klassen definiert.

Dabei werden Gusswanddicken nicht mehr nach einer theoretischen Formel festgelegt, wie das bei K-Klassen der Fall war, sondern sie werden anwendungsorientiert berechnet und hängen von den gewünschten Betriebsdrücken einer Rohrleitung und den für den Anwendungsfall eingesetzten Steckmuffenverbindungen ab.

In DIN EN 545: 2011 werden nur noch Mindestwanddicken angegeben, die nicht mit den theoretischen Nominalwanddicken bisheriger Normen verglichen werden dürfen.