Engagement développement durable - Saint Gobain PAM

Prüfen der Gussrohre / ZM-Auskleidung

Saint-Gobain PAM Deutschland

1. Putzen und Kontrollieren

Nach dem Verzinken werden die Rohre über kombinierte Putz- und Prüfstrecken geführt, auf denen die Reste des Muffenkernsandes entfernt und event. vorhandene Grate beschliffen werden. Anschließend wird eine 100 %-Kontrolle der Rohre durchgeführt. Zunächst erfolgt eine visuelle Inspektion und das Prüfen der Muffen- und Einsteckenden mit Hilfe von Grenzlehren. Eine Ringfaltprüfung, bei der ein Ringabschnitt extrem ovalisiert wird, liefert Aussagen über den beim Glühprozess errichten Ferritisierungsgrad und die Duktilität der Rohre.

Im Folgenden stellen eine automatisierte Wandstärkenmessung mit Ultraschall und eine Druckprüfung mit Wasser sicher, dass die Rohre allen Anforderungen bezüglich der Sicherheit gegen Bersten genügen.

2. Dichtheitsprüfung

Alle Rohre, ob für Druckleitungen oder Freispiegelkanäle –die die bisherigen Kontrollen bestanden haben-  werden einer Dichtheitsprüfung mit Wasser unterzogen. Der Mindestprüfdruck richtet sich dabei nach Nennweite und Wanddickenklasse. Für Druckleitungen beträgt der niedrigste Prüfdruck 25 bar und der höchste 50 bar. Abwasserleitungen werden mit mindestens 11 bar geprüft.

3. Zementmörtelauskleidung

Die Rohre für Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsanlagen werden mit Zementmörtel ausgekleidet, um während der Nutzungszeit der Systeme gleichbleibende hydraulische Eigenschaften zu sichern. Ablagerungen und Inkrustationen werden durch die ZM-Auskleidung dauerhaft verhindert. Die Rohre für Wassersysteme werden mit Zementmörtel auf der Basis von Hochofenzement und die Abwasserrohre mit Zementmörtel auf der Basis von Tonerdezement ausgekleidet. Definierte Mörtelmengen werden in die Rohre eingepumpt. Anschließend werden sie an Muffe und Einsteckende verschlossen und durch Antriebsrollen und durch Antriebsrollen auf bestimmte Umdrehungen pro Minute gebracht. Der Mörtel erfährt dabei eine Zentrifugalbeschleunigung die der 75-130 fachen Erdbeschleunigung entspricht. durch diese Beschleunigung und durch zusätzliche Vibrationen wird der Mörtel an der Rohrwand verteilt, verdichtet und geglättet. diespezifisch schweren Teilchen orientieren sich dabei zur Gusswand während die leichteren sich innen absetzen d.h. die Feinkornteilchen bilden die glatte Oberfläche der Zementmörtelauskleidung. Das Zentrifugieren treibt den größten Teil des Zugabwassers aus. Durch den Schleudervorgang erhält der Mörtel ein dichtes Mörtelgefüge.

4. Reifen der Zementmörtelauskleidung

Die mit Zementmörtel ausgekleideten Rohre werden in speziellen Reifekammern gebracht, um eine kontrollierte Aushärtung zu erzielen. diese Kammern werden auf eine vorbestimmte Atmosphäre wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur eingestellt. Unter diesen Bedingungen muss der Mörtel eine vorgegebene Zeit reifen.

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Prüfen der Rohre durch Wasserdruck
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